Was gehen mir die Launches auf den S..k!
Dabei ist das Launchen gar nicht so das große Problem (dass ich die eMails für das nächste Video mehr als 10 Mal bekomme, weil ich mich überall eintrage, da können die Marketer und Affiliate-Partner ja nichts für)
Wo sie aber was für können, ist, für was sie werben. und wenn ich jetzt einen SEO-Club angepriesen bekomme, weil “das immer noch das Mittel ist, um Traffic zu generieren”, dann frage ich mich eben, warum mir vor Kurzem noch gesagt wurde, dass Traffic-Generierung nur über Power-Blogging geht, weil es vor allem auf VIELE Links von unterschiedlichen Seiten ankommt. Davor konnte ich alles andere vergessen, weil nur Social Marketing und Web 2.0 mit WordPress + facebook + twitter targetierte Besucher bringt.
Diese Liste ließe sich fast beliebig fortführen – und es sind immer dieselben Internet-Marketer, die eben nicht das bewerben, was gut ist, sondern “alles” bewerben, was (ihnen!) Geld bringt.
Bitte nicht falsch verstehen – es geht nicht gegen die Produkte; von den allermeisten kenne ich nur die Launch-Videos.
Einer aus der Riege der “Großen” im deutschsprachigen Raum in der Nische “Geld verdienen im Internet” veröffentlicht gerade fleißig (ich vermute ältere) Videos aus seinem Coaching-Programm auf youtube. In diesen erklärt er seinen Kunden u.a., wie sein Marketing funktioniert. Er schreckt dabei auch nicht davor zurück, sich darüber zu amüsieren, wie er in seinen Verkaufs-eMails die potentiellen Kunden belügt.
“..ich schreibe, dass ich keine Marketing-Floskeln nutze, dabei ist die ganze eMail nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Floskeln und Marketing-Tricks…” ist eine Aussage, die ich jetzt aus dem Gedächtnis zitiert habe, also im Wortlaut leicht anders sein mag.
Ich frage mich, wie muss sich ein Kunde fühlen, der für dieses Coaching gezahlt hat nachdem er auf genau diese Tricks “reingefallen” ist.
In einem anderen Video erklärt er “uneigennützig”, wie man eine nicht gefundene Seite per 404 Header als solche kennzeichnet (was ja sinnvoll ist), aber nur, um sein Feedbacktool, welches es in seinem Club gibt, als geniale Lösung anzupreisen [Nachtigall ick hör dir trapsen], um herauszufinden, was der Besucher denn gesucht hat. Da ist ja nichts gegen einzuwenden – aber die naheliegendste Vorgehensweise ist doch, die aufgerufene (und nicht gefundene) URL zu speichern, weil daraus nämlich i.d.r. hervorgeht, was denn gesucht wurde… Dieses Offensichtliche wird verschwiegen (weil man sonst vielleicht nicht in den Club will, um das Tool zu bekommen?)!
Also, mein Tipp für meine Leser: Marketingmails kritisch lesen und nicht blind alles glauben. Das Produkt als solches bewerten und die Kaufentscheidung nur davon abhängig machen, nicht von den Wunderversprechen oder von künstlichem Zeitdruck!
Zum letzten angesprochenen Punkt noch ein Zitat (wieder aus dem Gedächtnis) des o.g. Marketers: “es ist auch mit einer riesigen Liste gar nicht so einfach 200 Produkte zu verkaufen, also tut die Begrenzung auch nicht weh – aber finden sie eine glaubhafte Begründung”.
Ich würde mich schämen, würde ich so verkaufen – ist ja fast schlimmer wie Heizdecken an Rentner auf Kaffeefahrten zu verticken…
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